Vor einigen Jahren noch galten Passionsblumen als heikel. Inzwischen gibt es jedoch eine ganze Reihe von Veröffentlichungen über Passionsblumen. Es hat sich herumgesprochen, dass es eine ganze Reihe von Passionsblumen (besonders Hybriden) gibt, die sich relativ problemlos kultivieren lassen. Ich möchte aber nicht verschweigen, dass eine große Zahl - wenn nicht die Mehrheit - für den Hobbygärtner schwer zu pflegen sind.
Mit Ausnahme vieler Hochlandarten, wie z.B. die Vertreter der Gattung Tasconia, denen es in der Mittagsonne zu heiß wird, bevorzugen Passionsblumen einen möglichst sonnigen und windgeschützten Standort. Ein wichtiger Punkt zur erfolgreichen Kultur ist das richtige Gießen. Passionsblumen mögen weder Staunässe noch trockene Erde. Es ist also ratsam, die Pflanzen nicht auf Vorrat, sondern nach Bedarf, auch mehrmals täglich, zu gießen.
Boden und Wasser
An den Boden stellen Passionsblumen keine besonderen Ansprüche. Mit handelsüblichen, nicht zu sauren Blumenerden ist man gut bedient. Erde aus dem eigenen Garten birgt die Gefahr von Pilzen und Schädlingen, wie z.B. Nematoden. Für ein gutes Wurzelwachstum wird Sauerstoff benötigt. Es empfiehlt sich das Untermischen von Perlite, Styromull oder Blähton.
Kalkhaltiges Gießwasser ist Gift für die Pflanzen. Regenwasser ist immer noch das Beste was man seinen Pflanzen antun kann.
Düngen
Für ein gutes Wachstum benötigen Passionsblumen vergleichsweise viele Nährstoffe. In der Wachstumsperiode von Ende März bis September müssen die Pflanzen regelmäßig alle 1-2 Wochen gedüngt werden. Wenn Pflanzen bereits im Frühjahr blühen, muss schon ab Dezember gedüngt werden.
Voraussetzung für ein gesundes Wachstum und reiche Blütenbildung ist eine gleichmäßige Düngung, damit der Pflanze immer ausreichend Nährstoffe zur Verfügung stehen. An den Dünger selbst werden keine besonderen Ansprüche gestellt. Bis etwa Juni wird Stickstoff betont gedüngt (z.B. Hakaphos blau) danach im Wechsel Stickstoff /Phosphor-Kalium betont (Hakaphos blau/rot) um die Blüten Bildung anzuregen.
Selbstverständlich gehen auch andere Blumendünger und Langzeitdünger man sollte eben mit der Menge etwas experimentieren und dann bei einer Sorte bleiben.
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